Elektronisches Fahrtenbuch

Nunja, dies gehört nicht unbedingt in die Kategorie TUNING, dennoch möchte ich davon berichten, denn es könnte noch andere betreffen. Ich werde die steuerlichen Aspekte nicht unbedingt präzise wiedergeben, dennoch sollten meine Ausführungen in der Sache richtig sein.

Als Selbstständiger (d.h. selbst und ständig arbeitender Bevölkerer) benötigt man ein "Dienstwagen". Nun hat der Fiskus hohe Hürden für die steuerliche Anerkenntnis eines solchen Fahrzeuges dem Steuerpflichtigen auferlegt. Diesem bleiben kurz gesagt zwei Möglichkeiten:

a) Die sog. 1%-Regelung. Monatlich muss 1% des Neuwagenpreises als Privatanteil (sog. Geldwerter Vorteil) versteuert werden.

b) Der Fahrer muss ein detailliertes Fahrtenbuch führen.

Möglichkeit a) ist bei hohem Geschäftsfahrtenanteil und besonders bei Nutzung eines Gebrauchtwagens finanziell indiskutabel, geradezu als ruinös zu bezeichnen und Möglichkeit b) ist hinsichtlich des Aufwands eine glatte Zumutung!!! :-(

 

Die aktuellen Anforderungen an ein Fahrtenbuch sind geregelt im Erlaß des BMF vom 12.05.97, (Bundessteuerblatt 1997, Teil I, Seite 562)

Ein vollständiges Fahrtenbuch muß demnach die folgenden Angaben enthalten:

   
D
F
P
1. Kfz-Kennzeichen
x
x
x
2. Datum (Uhrzeit nicht erforderlich) bei Fahrbeginn
x
x
3. km-Stand bei Fahrtbeginn
x
x
x
4. Abfahrtsort
x
x
5. Datum bei Fahrtende
x
x
6. km-Stand bei Fahrtende
x
x
7. Zielort
x
x
8. gefahrene Strecke
x
x
(x)
9. Name des Fahrers
x
x
x
10. Nutzungsart (D, F oder P)
x
x
x
11. Fahrtzweck (dienstliche Veranlassung, z. B. Name des Gesprächspartners)
x

D = dienstlich / F = Fahrt von und zur Arbeit / P = privat

zu 8. - (x) : Privatfahrten sind ohne Einzelnachweis als Strecke zwischen der jeweils letzten und der nachfolgend definierten Fahrt aufzuführen

  1. Fahrtenbücher, die diesen Anforderungen entsprechen, werden von der Finanzverwaltung anerkannt. Zu elektronischen Fahrtenbüchern regelt der Erlaß in Randziffer 16 Folgendes:
  2. Ein elektronisches Fahrtenbuch ist anzuerkennen, wenn sich daraus dieselben Erkenntnisse gewinnen lassen (wie aus manuellen). Beim Ausdruck von elektronischen Aufzeichnungen müssen nachträgliche Veränderungen der aufgezeichneten Angaben technisch ausgeschlossen, zumindest aber dokumentiert werden.
  3. Anmerkung: Im Prinzip gelten für ein Fahrtenbuch die gleichen Grundsätze wie in der Buchhaltung.
    Nachträgliche Ergänzungen oder Änderungen am PC sind lästig und unterbleiben deshalb häufig. Zudem verstoßen sie gegen die Vorschrift der "zeitnahen Führung" und gelten somit als steuerlich schädlich.

 

Was tun?

Ich habe nunmehr die letzten 5 Jahre ein manuelles Fahrtenbuch, z.T. softwaregestützt geführt. Es war ein Höllenaufwand!

Nichtnur die eigentliche Führung des Fahrtenbuches, sondern auch der hohe Aufwand in der Nachbearbeitung. Manchmal habe ich auch Fahrten vergessen aufzuschreiben...

Eine Bielefelder Firma ermöglicht es mir z.Z. ein GPS-gestützten Elektronisches Fahrtenbuch zu testen und an dessen Weiterentwicklung mitzuhelfen. Es besteht aus einer Kombination aus Hardware und Software.

Meine Erfahrungen soweit:

Info vom Hersteller findet man unter www.elektronisches-fahrtenbuch.de !

Selbst der WDR-Computerclub berichtete über das EFB: MPEG-Film.

 

Das Gerät (rechts die CF-Card)...

macht sich gut in der neuen Mittelkonsole.

Kartendarstellung der Fahrtstrecke mit

Start & Ende

gezoomt (geht noch tiefer rein!)

 

Geschwindigkeitshistogramm mit Schwellenwert (rote Linie)

Beschleunigungshistogramm mit Schwellenwert (rote Linie)



Stand 22.09.2002